Schlechte Laune 2.0

IMG_0496Heute habe ich 165 DVU-Plakate gezählt und zusätzlich noch einige Aufkleber (Abbruch-Deuschland) an Laternenmasten und Stromkästen (ist m.E. strafbar).
Was will die DVU? Je ein Plakat pro wahlberechtigten Bürger? Und wir alle schauen zu (oder weg) wie unser Dorf zur bürgerlichen Keimzelle der autonomen rechten Szene inszeniert wird. Hallo? Hier geht es nicht um den netten Herrn L., der im Ort bekannt ist, es geht auch nicht um das Weichspülprogramm, das auf den Wurfsendungen der DVU steht. Es geht um den „Aufbruch Deutschland“. Liebe Altriper. Informiert euch auf deren Webseite. Wäre es nicht mal an der Zeit, aufzustehen und NEIN zu sagen wenigstens zu dieser visuellen Vereinnahmung? Unser Altrip soll sauber bleiben!

Und wenn wir schon dabei sind: wo sind eigentlich die Plakate der anderen Parteien? Das SPD-Fähnlein fungiert leider als Plakatstütze, die ein Herunterrutschen der Gelben-Pest-Plakate verhindert, die CDU klotzt und kleckert nicht – lieber mit Stellwand statt mit Plakaten, die Grünen-Plakate gut sichtbar für Hunde und Einjährige, die drei Plakate der FWG mag mir einer erklären (ich bin so frei und lebe in einem runden Fischglas?). Ein versprengter Haufen. Nimmt eh keiner mehr wahr, weil man nur noch gelb sieht. Warum beschwert ihr euch nicht, wenn eine Gruppierung den Straßenraum übernimmt und weitaus mehr plakatiert als genehmigt wurde?
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8 Gedanken zu „Schlechte Laune 2.0

  1. Die Plakatschlacht hat die DVU ohnehin schon gewonnen – besonders seit die Plakate, die mit dem Antlitz eines Wahlkämpfers bis letzten Sonntag noch zur Dorfverschönerung beitrugen, wegen Schändung aus dem Verkehr gezogen und nicht mehr ersetzt wurden. Hoch oben, scheinbar unantastbar, thronen die gelben Plakate eines eingetragenen Vereins, der von der Kommunalaufsicht zugelassen wurde. Nach den Erfahrungen mit der NPD und NSU lässt man einen neuen Geist aus der Flasche? Hat die Kommunalaufsicht überhaupt bemerkt, mit wem diese Vereinigung, die zuschussberechtigt von der öffentlichen Hand ist, paktiert. Begünstigt von der Gemeindeverwaltung, die dieser Organisation erst 60, dann 100 jetzt wohl 160 Plakatiergenehmigungen zugesteht, darf sie ungehindert expandieren. Jetzt bleibt nur zu hoffen, dass der Altriper Bürger erkennt, welche ausländerfeindlichen, antisemitischen, völkischen und rassistischen Kräfte sich hinter Aufbruch Deutschland verbergen und sich nicht von vermeintlicher Tier- und Kinderschutzpropaganda blenden lässt. Er ist der einzige, der scheinbar noch verhindern kann, dass aus dem NEOngelben Alptraum, der über den Gassen Altrips schwebt, nicht Wirklichkeit im Gemeinderat wird.

  2. Herzlichen Glückwunsch!
    Da sind einige Chaoten Ihrem Aufruf, aufzustehen und nein zu sagen gefolgt und haben wohl dermaßen laut nein gesagt, dass dabei fremdes Eigentum zu Bruch ging oder verschwand. Es ist jedoch zu erwarten, dass auch die politische Konkurrenz nein sagt – nein zu kriminellen Handlungen, nein zu gesetzeswidrigen Repressalien. So wird Ihre Klientel noch weitere Gelegenheiten bekommen, sich und ihre geistige Hilflosigkeit bloßzustellen.

    • Sehr geehrtes Sensibelchen,
      mich erfasst in der Tat „geistige Hilflosigkeit“, wenn ich Ihren Beitrag lese. Bitte erklären Sie mir, was genau Sie meinen. Wessen Eigentum ging zu Bruch und wen haben Sie im Verdacht, das getan zu haben und vor allem WAS hat das mit meinem Blog zu tun? Erklären Sie mir das.
      Ist der Reflex, immer nach links zu treten, eigentlich angeboren?
      Beste Grüße
      IK

  3. Sehr geehrtes „immer“,
    für den aufmerksamen Leser ist diese Geschichte an sich selbsterklärend und ich hätte Sie in der Tat nicht für so begriffsstutzig gehalten. In Ihrem Milieu ist man offenbar mit einem angeborenen Opfersyndrom behaftet und kann gewisse Abwehrreflexe gegen Tritte von links nicht ansatzweise nachvollziehen.
    Schöner Gruß

    • So jetzt noch mal langsam und ein paar Stunden später, in denen ich im Ort gesehen habe, dass viele Plakate der DVU abhanden gekommen sind. Das wusste ich heute Mittag nicht, ist aber fürs Verständnis ihres Kommentars Grundlage. Sie brauchen MIR dazu auch nicht gratulieren, denn ich habe sie nicht abgehängt oder beschädigt. Ich denke, das ist klar. Ich schreibe. Nicht mehr und nicht weniger.

  4. Welche „Chaoten“ haben was genau gemacht, bitte? Und in dem Beitrag davor: Welche Plakate wurden wegen „Schändung“ aus dem Verkehr gezogen??? Ich stehe auf dem Schlauch…

  5. Kleiner Lektüreschlüssel für den geneigten Leser von Wahlplakaten:
    F W G
    F isch W ider jegliche G emeinschaft. Die wenigen Fische, die die parteiinternen Querelen auf den verschiedenen kommunalen Ebenen überlebt haben, müssen nun allein im Wasserglas schwimmen. Nach dem Motto „Der Fisch stinkt vom Kopf“ verfolgt dieser eingetragene Verein exklusiv die unternehmerischen Interessen der Parteispitze, die große Anstrengungen unternehmen musste, alle ihr zur Verfügung stehenden Schutzbefohlenen zu rekrutieren – so viel zur Devise:
    u n –
    a b h ä n g i g.
    z i e l s i c h e r – hoffentlich auch im Stehen!
    b e s u c h e r n a h – die Gäste eines Hoteliers werden mit Feuerwerken im Naturschutzgebiet unterhalten, was zu ü b e r p a r t e i l i c h e n Allianzen mit anderen Unternehmern im Gemeinderat führen kann. Als nächstes kommen Quadrennen, Nachtsafaris und … und … und im Naturschutzgebiet?
    h o c h n o t p e i n l i c h.

  6. Es wird der Tag kommen, an dem auch ein Liederwald merkt, dass er in
    Altrip kein Bein mehr auf den Boden bekommt. Erklären wir doch
    Liederwald endlich zu einer unerwünschten Person. Ich halte Liederwald für einen
    Rassisten, einen Volksverhetzer, einen Rechtsradikalen. Ganz einfach. Und da
    erwarte ich von den Vertretern der SPD, der CDU, der FWG, den Grünen
    und insbesondere vom Bürgermeister eine klare Aussage.
    Dann soll Liederwald doch Strafanzeige stellen, nur zu, denn dann wird
    hoffentlich vor Gericht auch über die Website vom Aufbruch geredet und dann
    wird auch dem letzten Menschen in Altrip klar, wer Liederwald ist.

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