Endlich ein Papamobil für Jürgen Jacob

Die Linie 98 fährt die Facebookseite des amtierenden Altriper Bürgermeisters spazieren. Ob die Linie in der Wahlkampfzeit wohl häufiger fährt? Sonst lohnt sich der Aufdruck fast gar nicht. Echt hübsche Idee, dass der öffentliche Nahverkehr für Facebookseiten von Privatpersonen wirbt, die sich befähigt fühlen, Verbandsbürgermeister zu werden. Was der Aufdruck wohl kostet? Oder ist da, wo Jacob drauf steht, auch Jacob drin? Ist die Linie 98 sowas wie ein JüJamobil?jüjamobil

 

8 Gedanken zu „Endlich ein Papamobil für Jürgen Jacob

  1. Ich verstehe die Anspielungen in Bezug auf Werbung im ÖPNV nicht… Wer soll da für was bezahlt haben und warum???

    Ich finde es gut, dass es Altriper gibt, die zeigen, dass sie mit der Arbeit unseres Bürgermeisters Jürgen Jacob zufrieden sind. Insbesondere wenn es sich dabei um Geschäftsleute handelt, wie in diesem Fall das Taxiunternehmen Scheffel oder auch die Firma Elektro-Mansky, um nur zwei zu nennen.. Die könnten sich ja auch ganz ruhig verhalten, um niemanden (Kunden) zu verärgern…

    Mich wundert es nur, dass Bürgerinnen und Bürger (dazu gehören auch Geschäftsleute…), die von ihrem Recht der freien Meinungsäußerung (ja, das gibt es in Deutschland…) Gebrauch machen, von einer Kandidatin der Grünen/B90 für die Wahl des Altriper Gemeinderates, dermaßen verunglimpft werden. Das nenne ich mal ein misslungenes Demokratieverständnis… Oder war das alles nur als Spaß gedacht? Ich glaube nicht…

    • Sehr geehrte Dame oder sehr geehrter Herr Veritas,
      richtig. Es handelt sich um Satire. Ich habe in diesem Text keinen Unternehmer „verunglimpft“, ich habe mittels einer Satire den Blick auf folgende Fragestellung gelenkt: kann auf einer Kleinbuslinie (denn das ist die Linie 98), die als Teil des Öffentlichen Nahverkehrs nicht privat vom Taxiunternehmen finanziert, sondern von der Gemeinde Altrip, dem Rhein-Pfalz-Kreis, der Rheinfähre Altrip GmbH und dem VRN bezuschusst wird, Werbung für eine Privatperson angebracht werden, einfach nur weil man sie gut findet? Ich finde das eine durchaus legitime Frage, über die man ja mal öffentlich nachdenken kann. Es könnte doch sein, dass das nicht nur im Ermessen des Taxiunternehmers liegt. Deshalb auch die Frage, ob die Werbung etwas gekostet hat. Denn das sollte sie. Das Taxiunternehmen kann auf seinen Taxis bewerben, was es will, das stimmt. Aber kann eine öffentliche Buslinie das? Können Sie mir das beantworten?
      Beste Grüße
      IK
      PS: https://de.wikipedia.org/wiki/Satire

      • Abgesehen davon, dass das benutzte Fahrzeug meines Wissens überwiegend im normalen „Taximodus“, also privatwirtschaftlich unterwegs ist, und abgesehen davon, dass diese Werbung bei den betreffenden Firmen weder bestellt noch „erbettelt“ wurde, sondern eine reine Privatinitiative der beteiligten Firmeninhaber ist, so stellt sich doch generell die Frage: Wer soll denn entscheiden, wer auf unseren Bussen und Bahnen für was werben darf und was das kosten soll? Sie etwa? Oder ich? Wohl kaum! Da gelten die Regeln der Freien Marktwirtschaft, ganz einfach. Zum Glück!!! Denn: Sie würden vielleicht gerne Wahlwerbung verbieten (wegen der Gefahr der Vorteilsannahme), ich hingegen die Werbung für Kosmetikprodukte (Tierschutz), der nächste ist gegen Werbung für alkoholische Getränke (Suchtgefahr) und der andere gegen Werbung der Automobilindustrie (Umweltschutz). Wo sollen wir da anfangen und wo aufhören?

        Zum Thema Satire:
        Hier zunächst der Text von wikipedia.org: „Satire ist in der älteren Bedeutung des Begriffs eine Spottdichtung, die Zustände oder Missstände in sprachlich überspitzter und verspottender Form thematisiert. Im heutigen Sprachgebrauch versteht man darunter aber meist einen künstlerisch gestalteten Prosatext, in dem Personen, Ereignisse oder Zustände verspottet oder angeprangert werden…“
        Und das ist genau das, was mich in Ihrem Blogbeitrag gestört hat, die Verspottung der beteiligten Personen… Auch wenn das heute modern ist, sollten wir in Altrip anders miteinander umgehen!

        In diesem Sinne wünsche ich Ihnen und allen Lesern Ihres Blogs einen wunderschönen Feierabend,
        Ihr Veritas Vincit

        • Das benutzte Fahrzeug ist die Linie 98 und wird wochentags als öffentliche Buslinie genutzt und in Teilen von öffentlicher Hand finanziert. Ich finde der Kommentar von Alter Riper trifft so ziemlich genau die Fragestellung, um die es mir dabei geht…
          Beste Grüße
          IK

        • Ein Kompromissvorschlag zür Güte: Wenn das Altriper Taxi als Privatunternehmen unterwegs ist, kann es gerne mit so vielen leuchtenden Aufschriften neben der Pannenhilfe Werbung machen, wie es will. Wenn aber die Fahrzeuge im Dienste des öffentlichen Nahverkehrs im Einsatz sind, dann hat Wahlkampfwerbung per se ein Geschmäckle. Das kann sicher nicht im Sinne des Beworbenen sein.

        • Sehr geehrter Wahrheitsfreund,
          wollen Sie ihrem Namen Ehre machen, berücksichtigen Sie bitte, dass das Kritisieren im Wege von Spott und Satire keine „heute moderne“ Gepflogenheit ist, ich denke da etwa an Sebastian Brants höchst erfolgreiches „Narrenschiff“, eine Moralsatire – gedruckt im Jahre 1494. Warum also in Zukunft nicht mal den Humormodus wählen? „Papamobil“ ist doch schlicht und einfach eine unglaublich witzige und geistreiche Idee, die noch dazu ein nicht zu vernachlässigendes Problem aufspießt, dass nämlich Werbung politischen Inhalts dann, wenn nicht alle politischen Parteien bzw. Kandidaten berücksichtigt werden, auf teilweise öffentlich bezuschussten Medien tatsächlich ein extremes „Geschmäckle“ hat. Und wenn sie schon die Marktwirtschaft anführen, lieber Wahrheitsfreund, auch in dieser, in der sozialen, in der wir hier leben, nicht in der freien, ist nicht alles erlaubt!
          Beste Grüße von Derjenigen, der gerade kein origineller nickname einfällt

          • Es gibt sie: Altriper, die verstehen, worum es in diesem Blogbeitrag geht. Made my day 🙂

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.