ÖPNV-Tagebuch Januar


Guten Morgen. Ich fange mal mit etwas Positivem an 🙂 Eine echte Entdeckung und für Altriper sehr empfehlenswert (danke für den Tipp Frau Siegel) ist die Luftlinien-App des VRN. Hier wird der Preis für eine Fahrt mit Bus und Bahn nicht entlang der Waben berechnet, die man passiert, sondern je nach km per Luftlinie. Und das ist für uns Altriper fast immer günstiger. Ein Beispiel: für eine Fahrt vom Ludwigsplatz nach Mannheim Hauptbahnhof zahle ich regulär 4,20 Euro für den einfachen Weg. Mit der Luftlinien-App zahle ich nur 2,50 Euro, als Bahncard-Inhaberin sogar nur 1,90 Euro. Wie cool ist das denn? Zudem entfällt das mitunter nervige Fahrkartenkaufen bei Zeitmangel. Die App ist nahezu selbsterklärend auch für Non-Digital-Natives (Analoge).

Leider gibt es die App nicht für MInderjährige. „Wozu denn?“ fragen Sie jetzt, „die haben doch eh alle ein Maxx-Ticket!“ Ne haben Sie eben nicht alle. Wo wir beim Negativen wären: Altriper Kinder, die in die nächstgelegenen Schulen in Mannheim-Neckarau gehen, bekommen KEIN Maxx-Ticket wie alle anderen Altriper Kinder, die weiterführende Schulen besuchen. Der Kreis fühlt sich hier nicht zuständig, obwohl die Eltern dieser Kinder in RLP Steuern zahlen, und hantiert mit seltsamen Gesetzestexten und Urteilen, um ja nicht gleiches Recht für alle gelten lassen zu müssen. Meine sehr geehrten Herren Körner und Baginski, das sollte doch keine Rolle spielen, wo ein Altriper Kind zur weiterführenden Schule geht und welche Schulart es besucht, sofern am Ende ein staatlicher Schul-Abschluss gemacht wird. Gleiches Recht für alle? Nicht bei uns. Das regt sowas von auf!

Ein Gedanke zu „ÖPNV-Tagebuch Januar

  1. Huhu da drüben, absolute Zustimmung, sowohl positiv wie nagativ! 😉

    Positiv:
    Ja, geile App, das Beispiel Hohenufer – MA(Hbf) ist genau meine Strecke, gute Sache!

    Negativ:
    Ja, dieser Libertäre Bildungskommunalismus à la (le??) Körner (PS: in Mannheim studiert…) oder auch der ach so tolle Bildungsföderalismus (Immerhin: endlich Digitalpakt!!! Danke!) sind längst zum Problem geworden!
    Erinnert etwas an die Clan-Rivalitäten mit Revierkämpfen 1000e von Jahren v.Chr.!
    Hier müssen bundes- (oder gar EU-)weite Meta-Lösungen her (langfristig gar weltweite Bildungspolitik!!!), und zusätzlich vlt eine Erkenntnisbildung bei blockierenden Politikern, dass ihnen dadurch nichts „geraubt“ wird, sondern dass man dadurch mehr bekommt, als man gibt (für alle Nichtökonomen: das ist eig was Tolles!).
    Problem wird ganz einfach sein, dass sich die Kreise und Länder (unter bunten Ministerpräsis) weiterhin weigern werden mMn, Kompetenzen an höhere Instanzen abzutreten und so die Chance zu schaffen, analog^^ der Luftlinien-App, dort weltbeste Bildung zu genießen, wo man eben nah wohnt!

    Naja, vlt wird ja irgendwann mal ein fähiger Bildungsmanagementpolitiker Landrat… die Hoffnung stirbt zuletzt. 🙂
    Sorry fürs weite Ausholen (wie so oft^^)… Auf die Zukunft! 🙂

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