Bald: Platz da

Seit vielen Jahren liegt mir die Gestaltung des Platzes vor der Maxschule zu einem schönen Bürgerplatz mit Aufenthaltsqualitäten am Herzen. Der öffentliche Platz wurde in den letzten Jahren als Verwaltungsparkplatz missbraucht und runtergerödelt – Ende 2017 hat der Gemeinderat beschlossen, dass er als Bürgerplatz umgestaltet und aufgewertet werden soll. Ein Planungsbüro hat 4 aparte Entwürfe vorgelegt, die vor der Bürgerversammlung am 27.9. ausgestellt werden sollten. Leider ist die Ausstellung der Entwürfe in der Maxschule mehr als lückenhaft, es sind nicht alle Entwürfe aufgehängt worden. Warum? (Hier findet man sie alle) 
Inzwischen wurde auch ein Entwurf nachgereicht, der sich mit der Kerwe verträgt. Ich verstehe nicht, warum man unbedingt für die Kerwe an diesem Platz festhalten möchte. Die Stände passen alle nur mehr schlecht als recht auf den Platz, stehen teilweise in den Blumenrabatten, das monströse Fahrgeschäft rückt dem bald letzten großen verbleibenden Baum immer dermaßen auf die Pelle, dass der bestimmt auch bald abgesäbelt werden „muss“ – ich finde, es gibt passendere Kerwe-Plätze im Ort. Ludwigsplatz oder auch der Festplatz im Waldpark. Kann mir Neutripperin mal einer der Altripper erklären, warum man die Kerwe nicht auf dem wunderbar gelegenen, großzügigen (Fischer-)festplatz macht?
Hier zwei der vielversprechenden Entwürfe (ich stelle jetzt, wie die Verwaltung bei ihrer Ausstellung in der Maxschule, auch nur die vor, auf die ich Bock hab … das sind natürlich genau die, die bei der „Ausstellung“ nicht aufgehängt wurden.)

5 Gedanken zu „Bald: Platz da

  1. Als neuer „Sonderberater des Bundesinnenministeriums im Range eines Abteilungsleiters in der Gehaltsstufe B9“, hauptverantwortlich für Horsts Teeküche, freue ich mich: Endlich wieder Politik! Schön! 🙂

    So, nun aber ernsthaft…
    Das ABER darf natürlich auch hier nicht fehlen!
    Also ein kurzes Brainstorming, da ich mich auf unbestätigte!!! Vorab-Zahlen berufe.

    Es geistern Kosten für die angedachten Projekte in Höhe von ungefähr einer Viertel Million € durch Altrip (klingt allerdings leider realistisch^^), ich hoffe, dass sich dieser Betrag nicht bestätigen wird.
    Doch gehe ich nun einmal von diesen ca. 250.000€ aus, bis es widerlegt ist.

    Schöner Partnerschaftsplatz: sehr gerne!
    250.000€ investieren: NEVER!

    Auf die Legislaturperiode des Gemeinderats bezogen (5 Jahre) wären das 50.000€ im Jahr, ergo ~ 4.200€ im Monat.
    Von diesem Geld könnte man also 5 Jahre lang jeweils eine TZ-Stelle in der Grundschule sowie im Pflegeheim schaffen, alternativ eine VZ-Stelle. Das wäre toll!
    Diese Stellen müssen selbstvertändlich durch geschultes Personal besetzt werden.

    Um hingegen einen Gemeindeplatz zu erschaffen / bauen, könnte man problemlos auf die Tatkraft, Expertise, Zeit und Motivation der zunehmend verrentnerten (und noch topfiten!!!) Bevölkerung zurückgreifen, die im Ehrenamt sicherlich gerne das Projekt „Partnerschaftsplatz“ für ihre Gemeinde organisieren/stemmen könnten. Hier wäre also eine private Initiative zu organisieren, vgl. #Bienenwiesen.
    Nichts ist unmöglich. Vielleicht etwas anreizorientierter.

    Was will ich damit sagen?
    Ich denke, falls diese Geldsumme tatsächlich notwendig wäre, würde ich diese lieber in Bildung/Pflege im Dorf investiert sehen als in ein Projekt, was auch viel günstiger von Privat übernommen werden könnte! Vlt nicht ganz so pompööös…
    Obwohl ich kein Rentner bin, wäre ich selbstverständlich ebenfalls dabei !!

    Ich hoffe, die Themen Bildung und Pflege stehen in Altrip nach wie vor ÜBER der Oberflächlichkeit eines Rathaus-Vorplatzes mit Wasserspiel.

    Ich weiß, eine äußerst unromantische Meinung, aber es wäre allgemein mal wieder Zeit für problemlösende Politik, anstatt Show-Effekte, wenn uns der politische Laden hier im Lande nicht um die Ohren fliegen soll demnächst! 🙂

    PEACE

    • Was jetzt noch fehlt in deinem Kommentar ist die Umrechnung in D-Mark und Ost-Mark 😉 Spaß beiseite. Ich weiß nicht, was die Umsetzung kosten wird, das werden wir am Donnerstag bei der Bürgerversammlung vlt. erfahren. Aber mit deiner Argumentation lässt sich jede Ausgabe für Kulturelles, Wahres, Schönes sprich den Überbau sofort herunterbrechen auf „überflüssig“. Desweiteren sind es schlicht unterschiedliche Töpfe und es wäre schön, wenn zum großen Dorfjubiläum im nächsten Jahr etwas Bleibendes geschaffen würde für ALLE Bürger, Alte und Junge, etwas für die Gemeinschaft, das Bestand hat – nicht nur flüchtiges und immer Dagewesenes. Gerade in der heutigen Zeit finde ich einen Dorfplatz, der den Namen verdient, wichtig. Nicht als Show-Effekt und Oberfläche sondern sehr subkutan gemeinschaftsstiftend …

      • Richtig 🙂
        War tatsächlich nur ein knappes Brainstorming, kein Alternativkonzept! 🙂

        Ja, der Punkt ist einfach der, dass man eventuell im Gesamten mehr hätte, falls man finanziell umdenkt. Vielleicht…! Versuch ist sowas immer wert.

        Ein impliziter Punkt beim (Rentner-)Ehrenamt wäre natürlich auch noch, dass durch das GEMEINSAME ARBEITEN bereits „Partnerschaft“ beim Bau gelebt werden könnte, in aufgeheizten Zeiten wie aktuell wäre das ein schönes „Versöhnungs-Projekt“ der Gesellschaft, mit einem gemeinsamen Ziel! Wie bei den Bienen oder beim Dreck-Weg-Tag, einfach überparteilich undso.

        Sollte auch die Idee nicht zerstören, sondern bloß weiterentwickeln. Aka gemeinsames Ziel 😉

        Der D

        • Ja, ich finde die Idee, dass man diesen PLatz gemeinsam erschafft (zumindest in Teilen) auch sehr gut. Nur die Planung sollte extern und in einer Hand liegen meiner Meinung nach.

          • Deal! 🙂

            So mag ich Politik ! 😉

            Mal gespannt, ob der Rest der Gesellschaft unser überparteiliches, hohes Niveau im Umgang miteinander bei unterschiedlichen Ansichten halten kann…^^

            Spoiler: NE! 😀

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