Fts. sogenanntes Ärztehaus 3.0

Über 100 Jahre alte Eiche auf dem Alten Friedhof – bald gefällt?

Am Wochenende wurde von der Dorfentwicklungsinitiative per Flyer über das sogenannte Ärztehaus informiert. Die Gruppe wendet sich mitnichten gegen ein Ärztehaus, sie ist nur gegen den Standort auf dem Alten Friedhof.

Dorfinitiative_Altrip_FlugblattWeb

Morgen findet die Einwohnerversammlung statt. Für das sog. Ärztehaus kommt diese leider mindestens zwei Jahre zu spät. Denn bereits 2015 hat man das öffentliche Grundstück in einer nicht-öffentlichen Sitzung zum Verkauf freigegeben und mit der Planung begonnen. Hätte man gleich damals die Planung öffentlich gemacht, die Bürger eingebunden und ein Umweltverträglichkeitsgutachten erstellt wie es sich für solch ein Grundstück gehört, dann würden sich die Bürger jetzt nicht so verarscht vorkommen. Dass man nun im Schnellverfahren Tatsachen schaffen will und nach dem zu erwartenden Satzungsbeschluss am 7.2. sofort mit den Baumfällungen loslegen will, bevor ein genehmigter Bauplan vorliegt, zeigt einmal mehr wie selbstgerecht und ignorant hier mit einer öffentlichen Grünfläche, die uns immerhin (noch) ALLEN gehört, umgegangen wird. Ich kann nur hoffen, dass unsere gewählten Bürgervertreter, die Gemeinderäte, dieser Übersprungshandlung nicht zustimmen. Ich finde es gelinde gesagt nicht in Ordnung, ohne Bauplan schon mal gleich alle Bäume zu fällen, von denen man vielleicht mit ein wenig Umplanung die meisten stehen lassen könnte, was einem Ärztehaus gut zu Gesicht stünde. Noch besser stünde einem Ärztehaus ein zentraler Standort in der Gemeinde zu Gesicht. Im Flugblatt der Dorfentwicklungsinitiative werden zwei Standorte genannt, die wesentlich besser passen: HL-Markt und das sanierungsbedürftige Reginozentrum, das komplett neu aufgebaut werden soll/muss/kann.

 

5 Gedanken zu „Fts. sogenanntes Ärztehaus 3.0

  1. Schön, dass es diesen Blog gibt, auf dem ich meinen Unmut über die Einwohnerversammlung am gestrigen Abend loswerden kann. Die Atmosphäre, in der gestern unter anderem über den Standort des geplanten Ärztehauses diskutiert, war geprägt von den pöbelnden Befürwortern des Ärztehauses auf dem alten Friedhof. Die sachlich argumentierenden Gegner dieses Standortes wurden wie lästige Fliegen verscheucht und abgekanzelt. Das überhebliche, selbstgerechte und -gefällige Gehabe der Befürworter, allen voran der Bürgermeister, erinnerte eher an Stammtischmentalität als an eine demokratische Versammlung. Sehr bedenklich, wenn ein Bürgermeister sich solcher undemokratisch agierenden Kräfte eher bedient als diese zur Räson zu bringen. Zu Recht wurde die Art und Weise, in der das (private) Bauvorhaben auf einem öffentlichen Platz von Herrn Jakob vorangetrieben wurde, kritisiert. Mein grosser Respekt gilt denjenigen, die sich als „Kritiker“ in dieser feindseligen Stimmung zu Wort gemeldet haben. Man kann nur hoffen, dass bald ein neuer Geist im Altriper Rathaus einzieht, in dem Naturschutz , moderne Ideen, wie die Sinnvolle eines Waldkindergartens oder schlüssige Nahverkehrskonzepte wirklich aufgegriffen und umgesetzt werden. Und vor allem ein demokratisches und respektvolles Miteinander gelebt und transparente Dorfpolitik gemacht wird.

  2. Ich sehe, dass der ehemalige Friedhof nicht der richtige Standort für das neu zu bauende Ärztehaus ist und dass Flora und Fauna da unverhältnismäßig in Mitleidenschaft gezogen werden. Der weisere Standort wäre sicher das bereits versiegelte, baumlose ehemalige Hl-Marktgelände im Dorfkern gewesen. Aber immerhin wird mit dem Ärztehaus ein Projekt verfolgt, das dem Gemeinwohl dient – wenn auch am falschen Ort.
    Über diese Fokussierung der Umweltschützer auf den Ärztehausstandort lacht sich Bossi ins Fäustchen. Er gerät dadurch aus dem Blickwinkel.
    Ein viel größeres Unheil für die Natur droht nämlich an der Blauen Adria, wo Bossi mit seinem Hotelkomplex und seinen zweifelhaften Eventangeboten expandieren will. Dort wird auf Kosten eines Naturschutzgebietes und zur Bereicherung einer einzelnen Person noch viel mehr in die Natur eingegriffen werden. Und die Mehrzahl der Entscheidungsträger wird das abnicken, denn sie sind mit Bossi über die Parteien hinweg verbrüdert, versippt oder verstrickt. Einer soll sogar immer wieder den Himmel dort erleuchten lassen – sicher nicht für ein Gottvergelts – und andere sollen dort angeblich gut (?) speisen. Nach Beendigung seines Projekts wird Bossi gewinnbringend verkaufen und damit die Natur, die eigentlich allen gehört.
    „Empört Euch“ bitte auch über diesen Ausverkauf und behaltet auch andere, vielleicht noch katastrophalere Eingriffe, die Altrip vielleicht noch bevorstehen, – wie etwa ein Polder – im Auge bei aller berechtigten momentanen Empörung!

  3. Hallo Zusammen,
    ich habe jetzt erst durch den Flyer von dem Bauvorhaben an der Stelle erfahren. Ein Skandal.
    Das geht ja nicht erst seit gestern in Altrip so. Schnell mal was durchdrücken. Vielleicht merkt es keiner; oder erst wenn es zu spät ist.
    Aber das Ganze bei der Basis anzusprechen – zum Bürgermeister: Wer hat ihn denn gewählt?

  4. Die großen Teerbrocken, die seit Ausbau der Hochzeitsinsel am Ufer sichtbar waren, sind plötzlich verschwunden ! Nicht verschwunden ist die Belastung durch die Teerbrocken, die sich in der Aufschüttung befinden !!! Dort liegen wohl alle Teerstrassen des früheren Adria-Parkplatzes, die er kaufen konnte und als Füllmaterial verwendet hat. Die Insel ist übrigens erheblich breiter als die von Ihm gekaufte Fläche. Einsehbar in der Bauabteilung in Waldsee.

    • Sie beziehen sich auf die Hotel Darstein Erweiterung. Leider habe ich mich mit dem Thema noch gar nicht befassen können. Vielleicht haben Sie Interesse, mal einen Gastbeitrag zum Thema Darstein zu schreiben? Wenn ja, gerne per Mail direkt an mich (imke.krueger@arcor.de), dann kann ich es als Gast-Beitrag posten, und das Thema verschwindet nicht in den Kommentaren. Schöne Grüße IK

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