Bürgerplätze in der VG Rheinauen

Werfen wir einen Blick auf die schönen Seiten des Lebens: Auf einem belebten Platz auf einer Bank sitzen, andere Menschen treffen, ein Brunnen plätschert, im Sommer spenden Bäume Schatten … Wie sieht es aus mit Bürgerplätzen, Plätzen für Bürger, in unserer Verbandsgemeinde?

In Waldsee gibt es den Schwanenplatz mit Hammelbrunnen und Bänken, auf die man sich zum plaudern mit einem besonders leckeren Eis setzen kann.
Schwanenplatz_Waldsee_giehlIn Neuhofen können die Bürger auf dem „Partnerschaftsplatz“ mit Brunnen und Bänken unter einem Laubengang sitzen und chillen.Neuhofen_Partnerschaftsplatz_Rudolf Stricker
In Otterstadt können die Bürger auf dem Königsplatz am Stickelspitzererbrunnen einen Plausch halten oder die Seele baumeln lassen.
otterstadt_i_GiehlUnd in Altrip können ähm tja die … Autos schön auf dem historischen Platz vor der alten Maxschule (Partnerschaftsplatz?) baden und parken. Schließlich gehört der Platz zum aufwändig sanierten historischen Ensemble von Rathaus und alter Maxschule. Er ist also wie geschaffen für einen Parkplatz – für Bürger, nicht für Autos verdammt! Auf diesen Platz gehören Bänke, ein Brunnen, wieder herrschaftliche Kastanien und zusätzlich ein Bouleplatz oder Barfußpfad oder irgendwas für MENSCHEN. Ganz im Ernst: was für ein Armutszeugnis für unsere Gemeinde, dass wir mitansehen wie der Platz als Autoparkplatz missbraucht wird und zur ölverseuchten Matschepampe verkommt im Ortskern unseres schönen Dorfs.
Altrip_1 Altrip2 Altrip3

© Fotos: Waldsee, Otterstadt: Immanuel Giehl; Neuhofen: Rudolf Stricker; Altrip: ein Opel Astra

12 Gedanken zu „Bürgerplätze in der VG Rheinauen

  1. Hoi,
    ja doch mit der Vision kann ich mich anfreunden, gefällt mir prinzipiell! 🙂
    Gegenargumente dürften bestimmt #Kosten und #Kerwe sein.
    Also bei den Kosten fänden sich bestimmt viele Privatinvestoren und freiwillige Altriper Helfer (siehe Sandbahnrennen), wozu erstmal nur ein Gemeinderatsbeschluss zur Bebauungs-Erlaubnis notwendig wäre. Ist eig ein sehr schönes überparteiliches Projekt, wo jede Ideologie gute Argumente für ein Pro finden könnte.
    Und die Kerwe in den Waldpark zu verlagern würde vlt sogar nochmal wirtschaftliche Vorteile schaffen, also auch das halte ich prinzipiell für realistisch!

    Gute Idee jedenfalls, über die genaue Ausgestaltung des „Bürgerplatzes“ könnte man dann ja auch sogar tatsächlich die Bürger nach ihren Ideen und Wünschen fragen, das wäre ein tolles Beispiel für nutzenbringende Bürgerbeteiligung!

    Im lustigsten Fall kämen an diesem Ort der Begegnung sogar Menschen mit unterschiedlichen Meinungen zu einem gewinnbringenden Gespräch, wo Kompromissbereitschaft durch eine nette Peripherie und Atmosphäre bestimmt nochmal einfacher würde und das Wort „Heimat“ nicht gleich dämonisiert wäre. 🙂

    Also: Ich würde es gutheißen und vlt auch mind. 1 Arbeitsstunde und eine Blume liefern 😉

    Grüßl D.

    • Die Kerwe ist auf dem Parkplatz, nicht auf dem Platz vor dem Eingang zur Bücherei. Einzig das Singen unter den Kastanien ist auf diesem Platz und das lässt sich trotzdem weiterhin dort realisieren.

      • Dann wäre es ja noch weniger ein Problem! 🙂
        Von daher: weiterhin prinzipielle Zustimmung! 😉

        Gab es da denn bisher schon konkrete Anträge oder Debatten? So sehr es zwar auf der Hand liegt habe ich bisher nichts öffentliches dazu gehört leider.

        Grüßl von drüben 🙂

      • Na, da war wohl jemand noch nie auf der Kerwe.
        Die ist vorne auf dem Platz, hinten stehen nur die Boxautos.
        Der Weihnachtsmarkt ist auf dem Parkplatz.
        Gruß
        Gustav

        • Hallo Gustav. Verstehe ich nicht den Einwand. Ich meine einen Bürgerplatz für das ganze Jahr mit Bänken und Brunnen, zum Verweilen. Kerwe ist auf diesem Platz, ich weiß, kann sie ja auch bleiben, wenn der Platz für Bürger freigegeben wird statt für Autos.

          • Ja das stimmt, dann war das wohl ein Missverständniss.
            Wobei ich sagen muss der Platz passt eigentlich zum allgemeinen Erscheinungsbild der Gemeinde.
            Es sieht im ganzen Ort nicht mehr so aus wie es sein soll.
            Plätze wuchern zu, der Spielplatz am Damm ist unbegehbar vor Unkraut.
            Selbst geplasterte Verkehrsinsel sind vor lauter Kraut nicht mehr zu erkennen.
            Also nicht das ich was gegen Grünflächen habe, aber sie sollten schon geplegt sein.
            Da kann sich die Gemeinde noch eine große Scheibe von Waldsee abschneiden.

            Gruß
            Gustav

          • Ja, das stimmt, das mit den Spielplätzen ist auch anderen schon aufgefallen. Das ist auch besonders unangenehm, da sie ja nicht eingezäunt sind und die Kinder im hohen Gras mitunter in die Hinterlassenschaften von Tier und Mensch dappen oder gar krabbeln 🙁

  2. Hallo D,
    schön, dass du dich engagieren und anpacken willst, aber es ist (eigentlich) alles beschlossen und bezahlt.
    Als Neuriperin durfte ich in Altrip erleben, dass der Platz vor der Maxschule als Teil des Sanierungsgebiets umgestaltet war – und zwar als freier Platz, der frei und multifunktional genutzt werden sollte – im Sinne der Bürger Altrips.
    Im Zuge der Kanalsanierung in der Moltkestr. wurde der Platz dann als Abstellfläche für Fahrzeuge gebraucht. Diese Baumaßnahme ist nun seit über 10 Jahren abgeschlossen; die Fahrzeuge der Gemeindemitarbeiter stehen beharrlich immer noch da.
    Ohne Skrupel wurden vor nicht allzu langer Zeit die Anwohner des Sanierungsgebietes sogar ordentlich zur Kasse gebeten für die Umsetzung der Sanierungsmaßnahmen und den dadurch erreichten Mehrwert (!), auch wenn diese längst schon wieder demontiert sind. Übrigens, nicht nur vor der Maxschule, der Ludwigsplatz, unsere „Visistenkarte“ ist…ja, richtig ….auch wieder ein Kastanien bereinigter, autooptimierter Parkplatz.
    Es ist wirklich absurd wie hier von offizieller Seite die Ziele der Dorfsanierung hintertrieben werden einzig zum Wohle der Bequemlichkeit der Gemeiondebediensteten.

    Was ist das denn für ein Dorf, wo es gefühlt keine 10 Sitzbänke für 8000 MENSCHEN gibt, aber jeder freie Platz ohne Widerspruch den Autos geopfert wird?
    Tja D., ich hoffe, deine Energie, hier etwas für mehr Freiraum und etwas weniger Parkplatz zu tun bleibt ungebrochen.

    Übrigens: Eine Umwidmung vom öffentlichen Raum zum „privaten“ Parkplatz hat es meines Wissens nie gegeben.

  3. Entschuldigung, aber am Wasserturm kann man doch gemütlich verweilen! Die lauschige Anlage zwischen Park- und Schillerstraße ist auch nicht zu verachten. Und es kommen täglich Touristen aus Mannheim rüber, um am wunderschönen Karl-Marx-Platz zu relaxen. Sie kommen besonders gerne mit dem Fahrrad, weil sie sich von Mannheims Radwegenetz erholen möchten und wieder mal von einem Altriper Taxi oder so mit 80 km/h innerorts überholt werden möchten. Action-Urlaub. Total angesagt bei den verrückten Großstädtern…

    Was sieht man eigentlich bei Google Maps nach einem Doppelklick auf Altrip?

    Das hier: https://www.google.de/maps/place/67122+Altrip/@49.423631,8.4416496,10134m/data=!3m1!1e3!4m5!3m4!1s0x4797c91af87578ad:0xe4f82656c60add68!8m2!3d49.4314636!4d8.4950066

    • Ich weiß ja nicht, ob ich dasselbe sehe bei einem Doppelklick. Meinst du das schöne Foto vom GkM statt eines schönen Fotos von einem (nicht existenten) lauschigen Altriper Dorfplatz mit Brunnen? 🙂

      • Ich sehe zwei GKMs und einmal ein Foto von dieser Röhre, die unter der Schnellstraße zur Fähre hindurch führt. Das ist aber nur auf dem Laptop so, auf dem Tablet wird (bei Klick auf den Ortsnamen) u.a. der Hafen Mannheim und die Silberpappel gezeigt. Und das GKM. Aber ganz schön, so beleuchtet, bei Nacht… Die Altriper Sehenswürdigkeiten (Bürgerplätze und so) sieht man leider nirgends 🙁

  4. Unglaublich, aber Altrip. Ich war vor vielen Jahren Augen- und Ohrenzeuge, als ein paar Altriper aus der Nachbarschaft (Maxstraße) auf dem Platz Boule spielen wollten und Anwohner die Polizei riefen, die dann diese Ungeheuerlichkeit auch rigoros unterband. Vielleicht könnte die regionale Auto-Tuning-Szene diesen Anwohnern mal was vorsingen, damit der Groschen fällt?
    Nach meiner Erfahrung ist es in Altrip auch verboten, durch die Rheingönheimer Straße längs zu Fuß zu gehen (zumindest macht es niemand), queren ist erlaubt; längs nur mit Auto. 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.