Leserbrief an den Mannheimer Morgen

Heute steht nun auch im Mannheimer Morgen ein großer Artikel über den Plan des Fährgeschäftsführers Jacob, den Autoverkehr während des Hochstraßenabrisses (mind. 8 Jahre) in großen Teilen über Altrip und seine Fähre(n) umzuleiten. http://www.morgenweb.de/region/mannheimer-morgen/metropolregion/grossere-fahre-zur-entlastung-1.2059468

Ich musste sofort einen Leserbrief schreiben:

Bitte ersetzen Sie in Ihrem Artikel den „Altriper Bürgermeister“ konsequent durch „Geschäftsführer der Fähre“, denn in dieser und NUR in dieser Funktion diktiert Herr Jacob nun bereits zum 2. Mal diese unausgereifte, unrealistische und gelinde gesagt hirnrissige Idee der Presse. Denn kein Bürgermeister würde seinen Bürgern zusätzlichen Autoverkehr mitten durch ihr Naherholungs- und Landschaftsschutzgebiet führen wollen. Ich habe nichts dagegen, dass Altrip eine zusätzliche Fähre anschafft, um bei der Lösung des Brückenproblems zu helfen: aber diese Fähre sollte ÖPNV-Bussen vorbehalten sein, die zwischen einem großen Park&Ride-Parkplatz auf der Pfälzer Seite und Mannheim pendeln. Und gähn ja, es GIBT fährtaugliche Busse. Wir haben jetzt schon jeden Morgen eine lange ineffiziente Schlange an Autos, in denen in der Regel jeweils 1 Person sitzt. Diese Schlange zu vervielfachen, kann sich nur jemand wünschen, der daran verdient.

Es grüßt aus dem noch schönen Altrip
Imke Krüger

4 Gedanken zu „Leserbrief an den Mannheimer Morgen

  1. Das können nur die Hirngespinste eines zu klein gewachsenen Proflierungsneurotikers sein! Denn ganz im Ernst, wer nimmt den Umweg über Altrip in Kauf, um für über 50 Euro im Monat sich in eine kilometerlange Schlange bis zum Deich einzureihen, auch wenn er sich neuerdings als Jahresabonnent in eine Acryldecke beim Warten einwickeln darf?
    Wo war die Fürsorge des Altriper Ortsvorstehers als Altriper Bürger wegen der monatelangen Sperrung der Kreisstraße nach Rheingönnheim Umwege in Kauf nehmen mussten oder lange an der Fähre warten mussten? Da war nicht die Rede von einer zweiten Fähre – ebenso wenig, wenn der Ausfall der Fähre während der zweiwöchigen Wartungszeit den Altriper Pendler unerwartet wie ein Donner trifft, – da wird auch zum Schaden der ortsansässigen Gastronomie keine Ersatzfähre in Erwägung gezogen.
    Auch hätte man sich das Projekt einer größeren Fähre mit 40 Plätzen überlegen sollen, als man die sich vor wenigen Jahren für die „kleine Lösung“ entschied und die Fähre aufwändig um ganze 3 Plätze erweiterte – eine Zeit, die für den Altriper Pendler mit Einschränkungen und Unannehmlichkeiten verbunden war. Anstatt sich um Probleme zu kümmern, die in Altrip im Hier und Jetzt anstehen, hat man Zukunftsvisionen einer haarsträubenden Verkehrspolitik als Retter der Pendler aus dem Umland, die die letzten Reservate des Altriper Naturschutzgebiets bedrohen. Dabei könnte die Rettung des Neuhofener Altrheins auf der Agenda stehen oder wie man eine bevorstehende Containerlösung für Flüchtlinge in Altrip vermeiden könnte. Die Umleitung von Autolawinen über die Altriper Fähre gehört sicher auf die Not-to-do-Liste!

  2. Liebe Immer, dein Blog ist wie der neue behäkelte Baum ein Gesamtkunstwerk, in seiner herzerfrischend provozierenden Art eine Perle für alle Altriperinnen und Altriper, die versuchen, politisch korrekt zu denken und zu leben sowie einen Sinn für Humor haben.
    Schön, so viele Altriperinnen und Altriper gestern auf der Demo in Mannheim getroffen zu haben!
    Herzlichst Bison

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