4 Gedanken zu „Guerilla Knitting in Altrip

  1. Zum Glück werden Kunstwerke in Altrip eher willkommen geheißen als in der Schillerstadt Mannheim, die vom Unesco-Netzwerk wegen ihres kreativen Potentials in die Liste der „Creative Cities“ aufgenommen wurde.
    Ein Mannheimer Bürger echauffiert sich in einem Lesebrief (http://www.morgenweb.de/mannheim/leserbriefe-mannheim/selbsternannte-kunstler-1.2056205) , dass es sich bei den Werken einer gewissen Frau Strickstrumpf um Sachbeschädigung und Verletzung der Eigentumsrechte (wessen Eigentum eigentlich?) handele, er wirft der „selbsternannten“ Künstlerin sogar Egoismus, Narzissmus und Egozentrik vor. Wo bleibt da der Freiheitsgedanke?
    Seinen Doktortitel kann der Autor zumindest nicht in Kunstgeschichte erworben haben, sonst wüsste er, dass die Strickbilder einer Rosemarie Trockel beispielsweise seit Jahrzehnten begehrte Ausstellungsstücke in renommierten Museen und auch auf dem Kunstmarkt hochpreisige Objekte sind, da sie eine feministische Kunst mit langer Tradition in den Vordergrund stellen. Und in der Metropolregion bekommen wir diese Kunstwerke als Handarbeit sogar kostenlos zur Verfügung gestellt. Der Autor bemüht in seinen Ausführungen einen Aphorismus Thukydides‘ „Schönheit liegt im Auge des Betrachters“. Schade, dass manche Großstädter Schönheit nicht mehr erkennen können – sie sogar als Angriff auf freie Flächen und farbige Bedrohung für Verkehrsschilder empfinden. Zum Glück haben wir auf dem Land noch ein Verständnis für Ästhetik und können die farbenfrohe und lebensbejahende Schönheit inmitten einer graphischen Winterlandschaft genießen!

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