Kuscheln mit der Fähre

kuschelnVorweihnachtszeit stimmt ja bekanntlich versöhnlich, deshalb ist es Zeit für eine ungebetene Liebeserklärung an die Fähre: Ich liebe das Geräusch, das die Seilzüge an den Fahnenmasten machen (klack klack), den blubbernden Takt des Motors im Leerlauf an der Anlegestelle, die flatternden Fahnen, den Geruch von Öl und Metall, das Wasser, das jeden Tag anders aussieht und mir gefällt das verbindende Element des Übersetzens von einer Seite zur anderen.
Ich mag alle Kontrolleure: den Bibabutzemann mit gestutztem Bart, den stillen Revolutionär, der kein Pirat sein darf, den italienischen Chef-Einwinker mit der herrlich witzigen Mimik, den, der sich keine Gesichter aber Taschen merken kann und den jungen Neuen, der ausnehmend freundlich ist und zu seinen Wettschulden steht.
Ihnen allen wünsche ich eine schöne Weihnachtszeit und es wäre doch nett, wenn auch sie den Heiligen Abend mit ihrer Familie statt auf der Fähre verbringen könnten. Ja echt, ich fände es völlig in Ordnung, wenn die Fähre an Heiligabend früher Schluss macht. Für die Filmaufnahmen daheim…

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