Radfahrer und Fußgänger in die Schranken verwiesen

Gastbeitrag von Carla Draist (den ich uneingeschränkt teile):
Seit geraumer Zeit werden Fußgänger und Fahrradfahrer an der Altriper Fähre in die Schranken verwiesen. Während sich eine Schranke für die Autofahrer stets als erstes öffnet, müssen sich Fußgänger und Zweiradfahrer an der für sie geschlossenen Schranke bei schlechter Luft in Geduld üben. Sicher ist es sinnvoll, den Verkehr so zu regulieren, dass nicht alle auf einmal von der Fähre stürmen. Aber – warum nicht anders herum? Die Autofahrer warten, bis die umweltfreundlichen Verkehrsteilnehmer sicher die Fähre verlassen. Während sogar die Bundespolitik über Fahrradschnellwege für Pendler nachdenkt und auf der anderen Rheinseite ein Fahrradkongress stattfindet, verharrt man in Altrip auf der Devise „Cars first“.  Radfahrer dürfen nun jedes Mal ein Feinstaub- und Abgasbad nehmen, während zu Stoßzeiten bis zu 21 Automotoren gleichzeitig laufen. Das Gute an dieser Regelung: Radfahrer und Fußgänger werden die Folgen dieser desatrösen Klima-, Umwelt und Gesundheitspolitik, wegen ihrer sich nun verkürzenden Lebenserwartung, nicht so lange ertragen müssen wie die bevorzugten Autofahrer.