Faustrecht auf der Fähre

Heute morgen wurden wir Zeugen einer unschönen Auseinandersetzung zwischen einem Radfahrer und einen Mopedfahrer auf der Fähre. Der Konflikt ist jedem Radfahrer bekannt. Der Mopedfahrer ließ sein Moped laufen, obwohl die Schranke noch eine Weile geschlossen blieb und gab zu allem Überfluss im Leerlauf noch ständig Gas, was die 10 Radfahrer, die direkt hinter ihm aufgereiht standen, an seinen Abgasen teilhaben ließ. Zugegebenermaßen nicht besonders freundlich angesprochen vom direkt hinter ihm stehenden Radfahrer, zeigte sich der Mopedfahrer nicht einsichtig und knatterte weiter. Es folgten innerhalb von Sekunden Brüllerei, Geschubse und als die Schranke dann auf war sogar Tritte auf die jeweiligen Gefährte und beide Kontrahenten gingen sich buchstäblich an den Kragen. Das Ende vom Lied: liegendes Zweirad, liegendes Fahrrad und zitternde Schulkinder auf dem Schulweg!

Sagt mal, geht’s noch? Sind wir wieder beim Faustrecht angekommen?

Auf der Fähre steht ein Schild: Motor abstellen. Basta. Das gilt auch für Mopeds und Motorräder. Das Argument, dass das Teil nicht mehr anspringt, wenn man es aus macht, ist aus Sicht des Mopedfahrers verständlich aber dennoch nicht akzeptabel, da das ein Privatproblem ist, dass auch privat gelöst werden muss und zwar nicht auf Kosten anderer Verkehrsteilnehmer.