Meins ist schneller

Nachdem nun sowohl in der Rheinpfalz als auch im Amtsblatt der Messias vor den magentafarbenen Fahnen die frohe Botschaft verkündete, dass Altrip jetzt auch an die Zukunft (schnelles Internet) angeschlossen sei, muss ich mal ganz blöd nachfragen bzw. ein paar Anmerkungen dazu los werden:
Mir kommt das komisch vor, dass unser Ortsvorsteher vor den magentafarbenen Fähnlein steht und staatstragend den Eindruck erweckt als sei die Telekom die einzige Firma, die in Altrip schnelles Internet ermöglicht. Dies vorweg: das ist sie nicht. Ich habe seit längerem noch schnelleres Internet (400 Mbts/sec), da im Haus ein Kabelanschluss liegt. In beiden Artikeln aber werden die anderen Möglichkeiten (sprich die Konkurrenz) mit keiner Silbe erwähnt, vielmehr entsteht durch die zur Schau getragene Einigkeit von privatem Konzern und Verwaltung der Eindruck: das ist irgendwie was staatliches. Gerade so als wäre der global player wieder Staatsmonopolist und nie privatisiert worden. In diesem Geiste treten auch die Haustürverkäufer auf, die nun an den Türen klingeln und über das neu verlegte Glasfaserkabel sprechen obwohl es einfach um neue Kunden, neue Verträge, upgrades, pinke pinke Kohle geht. (Ach muss ich die jetzt reinlassen? Müssen die was am Anschluss machen? Ah ja das stand ja in der Zeitung… denkt sich mancher Altriper vielleicht?)
Ich weiß ja nicht, aber ist das nicht so als würde sich der Bürgermeister vor Lidl ablichten lassen und ins Amtsblatt schreiben: kauft bei Lidl!?
Ach ja noch was: nicht nur die DIGITALE Infrastruktur ist wichtig für Familien und Unternehmen sondern auch ein gut ausgebauter öffentlicher Nahverkehr ist ein MUSS, wenn eine Kommune für Familien attraktiv sein möchte.

Bald: Platz da

Seit vielen Jahren liegt mir die Gestaltung des Platzes vor der Maxschule zu einem schönen Bürgerplatz mit Aufenthaltsqualitäten am Herzen. Der öffentliche Platz wurde in den letzten Jahren als Verwaltungsparkplatz missbraucht und runtergerödelt – Ende 2017 hat der Gemeinderat beschlossen, dass er als Bürgerplatz umgestaltet und aufgewertet werden soll. Ein Planungsbüro hat 4 aparte Entwürfe vorgelegt, die vor der Bürgerversammlung am 27.9. ausgestellt werden sollten. Leider ist die Ausstellung der Entwürfe in der Maxschule mehr als lückenhaft, es sind nicht alle Entwürfe aufgehängt worden. Warum? (Hier findet man sie alle) 
Inzwischen wurde auch ein Entwurf nachgereicht, der sich mit der Kerwe verträgt. Ich verstehe nicht, warum man unbedingt für die Kerwe an diesem Platz festhalten möchte. Die Stände passen alle nur mehr schlecht als recht auf den Platz, stehen teilweise in den Blumenrabatten, das monströse Fahrgeschäft rückt dem bald letzten großen verbleibenden Baum immer dermaßen auf die Pelle, dass der bestimmt auch bald abgesäbelt werden „muss“ – ich finde, es gibt passendere Kerwe-Plätze im Ort. Ludwigsplatz oder auch der Festplatz im Waldpark. Kann mir Neutripperin mal einer der Altripper erklären, warum man die Kerwe nicht auf dem wunderbar gelegenen, großzügigen (Fischer-)festplatz macht?
Hier zwei der vielversprechenden Entwürfe (ich stelle jetzt, wie die Verwaltung bei ihrer Ausstellung in der Maxschule, auch nur die vor, auf die ich Bock hab … das sind natürlich genau die, die bei der „Ausstellung“ nicht aufgehängt wurden.)

R.I.P. Kastanie(n) :-/

Gestern wurde im Schnellverfahren eine der 3 alten Kastanien am Partnerschaftsplatz gefällt. Ein Baumgutachten kam zum Schluss, dass die Kastanie erheblich bruchgefährdet sei. So weit so traurig. Nun geht im Dorf rum, dass die Kastanie wegen der geplanten Neugestaltung des Platzes vor der Maxschule gefällt wurde. In der Rheinpfalz wurde dieser Zusammenhang leider auch suggeriert. Vielmehr handelt es sich aber um einen Mord auf Raten. Nicht die Umgestaltung des Platzes ist Schuld daran, dass die 120-150 Jahre alte Kastanie gefällt werden musste. Die Ursache für die Schwächung der Bäume liegt vielmehr im Umfeld begründet: die vor Jahren durchgeführte Versiegelung im Gehwegbereich und vor allem die hohe Belastung durch die Nutzung des Platzes als Parkplatz ohne dass hierfür entsprechende Maßnahmen (für Boden und Bäume) ergriffen worden wären machen den Kastanien schleichend den Garaus. Der Platz war nicht als Parkplatz vorgesehen und der Bodenbelag war nicht für diese Belastung ausgelegt, man hat auch keine Abstandshalter zu den Kastanien installiert. Die Autos parken direkt davor und das tut den Flachwurzlern gar nicht gut. Mich wundert es jedenfalls, dass Markus Müller von der Rheinpfalz diese Umstände mit keiner Silbe erwähnt, stattdessen alle auf die falsche Fährte lockt. Aber das kennen wir ja schon … Was die zwei verbliebenen Bäume betrifft, deren „Röntgenbild“ nicht so übel aussieht, möge man sich etwas mehr Mühe geben und sie nicht in vorauseilendem Gehorsam auch fällen. Meines Erachtens wäre zu prüfen, welche baumerhaltenden Maßnahmen im Zusammenhang mit der Platzumgestaltung ergriffen werden können. Denn so ist das ein äußerst unglücklicher Startschuss für den neuen Bürgerplatz.

Nachtrag 7.6.: Das meine ich!

Heiligt der Zweck die Mittel?

Mich beschäftigt, warum sich die Diskussion über den Standort für das Ärztehaus so sehr zugespitzt hat auf „Ärzte oder Käfer“. Die Parteien hören einander gar nicht zu. Dass ein solcher Zeitdruck besteht – wie auch immer dieser entstanden ist – macht die Auseinandersetzung nicht freundlicher.
Ich glaube, dass es den Gemeinderäten wirklich darum geht, die ärztliche Versorgung zu sichern. Das ist das oberste Ziel. Und das ist im übrigen ein gemeinsames Ziel, denn das ist auch der Dorfinitiative wichtig.

An dieser Stelle ist man sich noch einig.

Getrennt ist man bei dem Weg dahin. Wie erreicht man dieses Ziel, welche Mittel wählt man oder nimmt man in Kauf, um das Ziel zu erreichen?
Gewählt wurden von der Verwaltung und dem Rat
1. keine Beteiligung der Öffentlichkeit im Vorfeld
2. ein beschleunigtes Bauverfahren ohne Umweltverträglichkeitsprüfung

Das sind frühzeitige Weichenstellungen, den Weg betreffend, die die Dorfentwicklungsinitiative kritisiert.

Warum sehen die Initiativler nicht das hehre Ziel und die Dringlichkeit?

Sie sehen es und entscheiden sich trotzdem dafür, den gewählten Weg zu hinterfragen. Sie haben zwar dasselbe Ziel, möchten aber, dass an bestimmten Stationen auf dem Weg dahin Halt gemacht wird und ein paar Aufgaben gelöst werden.
Ja, das kostet Zeit. Diese Zeit hätte man gehabt, da die aktuelle Planung bereits 2015 vorlag. Da man aber an den Stationen vorbeirannte (oder auch gemächlich schlenderte ohne anzuhalten), musste und muss man nun in ein paar Belangen noch mal ein paar Schritte zurück, um geforderte Aufgaben zu lösen, die man sich sparen wollte.
Das sind
1. Bürgerbeteiligung (die hat man nun in Form von Protest, die Bürger hätte man 2015 in einem geordneten offenen Verfahren einbinden können)
2. Bebauungsplan (die Kreisverwaltung forderte einen solchen, ursprünglich wollte man sogar ohne bauen)
3. Artenschutz (die Kreisverwaltung hat ein Artenschutzgutachten gefordert, auch an dieser Station wollte man eigtl. gar nicht anhalten)

Dass die Initiative (die Landespflege im übrigen auch) das im Dezember erstellte Artenschutzgutachten unzureichend fand, ist erst mal kein Verbrechen. Das ist ein ganz normaler Vorgang, der in der Regel nicht den Untergang des Abendlandes zur Folge hat. Wenn sich daraus Zeitverzögerungen ergeben, sind es solche, die man hätte vermeiden können, wenn man sich frühzeitig dem Artenschutz gestellt hätte. Dieser ist nun mal im Bundesnaturschutzgesetz geregelt und somit geltendes und einklagbares Recht.

Bis heute Abend 19 Uhr wäre eigentlich noch alles offen. Man könnte sich sogar noch, ohne bereits Tatsachen geschaffen zu haben, zurückbesinnen auf den ursprünglich favorisierten Standort HL-Markt. Denn dieser hat einen neuen Besitzer und der Standort (sonst hätte die Verwaltung den Standort ja nicht ursprünglich favorisiert) hätte gegenüber dem Standort Alter Friedhof eine Menge Vorteile.

Könnte. Hätte. Fahrradkette…

Stellen die Eichen die Weichen?

Morgen entscheidet der Gemeinderat über den Bebauungsplan des sog. Ärztehauses auf dem Alten Friedhof. Die Dorfentwicklungsinitiative hat ein Gutachten inbezug auf das Habitatpotential der beiden Eichen und ihrem Umfeld in Auftrag gegeben. Dieses Gutachten ist im Gegensatz zu dem von der Verwaltung beauftragten Gutachten öffentlich. Bitteschön. Auch in einem Dorf gilt das Bundesnaturschutzgesetz. Damit hätte man sich ja in den letzten zwei Jahren schon mal befassen können.

Fts. sogenanntes Ärztehaus 3.0

Über 100 Jahre alte Eiche auf dem Alten Friedhof – bald gefällt?

Am Wochenende wurde von der Dorfentwicklungsinitiative per Flyer über das sogenannte Ärztehaus informiert. Die Gruppe wendet sich mitnichten gegen ein Ärztehaus, sie ist nur gegen den Standort auf dem Alten Friedhof.

Dorfinitiative_Altrip_FlugblattWeb

Morgen findet die Einwohnerversammlung statt. Für das sog. Ärztehaus kommt diese leider mindestens zwei Jahre zu spät. Denn bereits 2015 hat man das öffentliche Grundstück in einer nicht-öffentlichen Sitzung zum Verkauf freigegeben und mit der Planung begonnen. Hätte man gleich damals die Planung öffentlich gemacht, die Bürger eingebunden und ein Umweltverträglichkeitsgutachten erstellt wie es sich für solch ein Grundstück gehört, dann würden sich die Bürger jetzt nicht so verarscht vorkommen. Dass man nun im Schnellverfahren Tatsachen schaffen will und nach dem zu erwartenden Satzungsbeschluss am 7.2. sofort mit den Baumfällungen loslegen will, bevor ein genehmigter Bauplan vorliegt, zeigt einmal mehr wie selbstgerecht und ignorant hier mit einer öffentlichen Grünfläche, die uns immerhin (noch) ALLEN gehört, umgegangen wird. Ich kann nur hoffen, dass unsere gewählten Bürgervertreter, die Gemeinderäte, dieser Übersprungshandlung nicht zustimmen. Ich finde es gelinde gesagt nicht in Ordnung, ohne Bauplan schon mal gleich alle Bäume zu fällen, von denen man vielleicht mit ein wenig Umplanung die meisten stehen lassen könnte, was einem Ärztehaus gut zu Gesicht stünde. Noch besser stünde einem Ärztehaus ein zentraler Standort in der Gemeinde zu Gesicht. Im Flugblatt der Dorfentwicklungsinitiative werden zwei Standorte genannt, die wesentlich besser passen: HL-Markt und das sanierungsbedürftige Reginozentrum, das komplett neu aufgebaut werden soll/muss/kann.

 

Einwohnerversammlung

Am 30.01.2018 findet, leider zwei Jahre zu spät, eine Einwohnerversammlung in Altrip statt. Im Dezember angekündigt als Bürgerversammlung zum sog. Ärztehaus auf dem Alten Friedhof, ist die nun einberufene  Einwohnerversammlung dermaßen vollgestopft mit Tagesordnungspunkten, dass zu den einzelnen Themen wohl kaum ausreichend Zeit für eine Diskussion bleibt. Chapeau Herr Bürgermeister!

Alter Friedhof: I have a dream

Um nicht immer nur zu meckern, möchte ich auch gerne darlegen, was ich mir für die öffentliche Grünfläche des Alten Friedhofes wünschen würde:

  • Entwicklung der öffentlichen Grünfläche im Sinne der biologischen Vielfalt
  • gemeinsame Projekte von Naturschutzverbänden und der Bevölkerung  (z.B. gemeinsame Pflanzprojekte)
  • Naturschutzprojekte mit Schule, Kindergärten für das Gelände zur Umweltbildung
  • Blumenwiesen (Bienenweiden), Schmetterlingswiesen, heimische Gehölze, Nistkästen, Fledermausquartiere, Insektenhotels etc.

Ich finde diesen Traum weitaus naheliegender als die öffentliche Grünfläche Stück für Stück zu versiegeln und zu bebauen.

 

 

Fts. „sogenanntes Ärztehaus“

Am 29.11.2017 um 19 Uhr findet eine öffentliche Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses in Altrip im Sitzungssaal des Rathauses statt.
Tagesordnungspunkt 1: Bebauungsplan Ärztehaus.

Ich glaube, es ist der Öffentlichkeit nicht gestattet Fragen zu stellen oder Statements abzugeben. Das müsste in der Tagesordnung angekündigt sein, ist es aber nicht. Da das Thema sehr komplex ist und offenbar viele BügerInnen bewegt, wäre es doch gut, wenn man eine Bürgerfragestunde zum Thema einberufen würde. (Bürgerfragestunden sollten lt. Geschäftsordnung vierteljährlich stattfinden…)

However – ich gehe hin. Und ihr?

 

 

 

 

Das sogenannte Ärztehaus

Morgen, 24.11. um 12 Uhr endet die Einspruchsfrist gegen den Bebauungsplan des sogenannten Ärztehauses in Altrip. „Sogenannt“, weil ein dreistöckiges Wohnhaus mit 7 Wohnungen und 3 Arztpraxen meines Erachtens den Namen „Ärztehaus“ nicht verdient. Für dieses sogenannte Ärztehaus will der Gemeinderat ohne mit der Wimper zu zucken einen Teil der größten innerörtlichen Grün- und Parkfläche opfern (zudem noch ein ehemaliger Friedhof).
Warum?
Haben wir etwa zu wenig Wohnraum in Altrip? Wohl kaum. Das einzige was fehlt, sind Sozialwohnungen und die sind ja in dem Objekt nicht vorgesehen. Wir haben Leerstand im alten Ortskern und zwei Neubaugebiete und eine Brache mitten im Ort (ehemaliger REWE-Markt), die der ideale Standort für ein ernst gemeintes Ärztehaus ist. Was ist denn damit?
Ja die Praxis Dr. Walter und Kollegen braucht dringend größere Räumlichkeiten, gerne auch einen modernen Neubau, aber warum denn bitteschön auf dem Gelände des einzigen Parks in Altrip? Scheißegal, der Gemeinderat hat einem beschleunigten Verfahren ohne Prüfung sämtlicher auf der Hand liegenden Problematiken zugestimmt (Naturschutz? – alter heimischer Baumbestand, u.a. 2 ca. 90 Jahre alten Eichen / Verkehrsanalyse? – Tiefgaragenein- und ausfahrt und Gehwegparken auf dem Schulweg der Altriper Grundschüler / Bebauung? – 3-Geschossige Bauweise bei umliegenden 2-geschossigen Häusern und so weiter und so fort).
Gerade aktuell kursiert eine Petition gegen das Vorhaben, die die Sicherung des Baumbestandes im Fokus hat. Das ist für mich nur ein Punkt unter vielen aber gut, dass die Petition ins Leben gerufen wurde.
https://www.openpetition.de/petition/online/keine-abholzung-des-naturraumes-alter-friedhof
Den Bebauungsplan kann man hier anschauen/runterladen:
https://www.vg-rheinauen.de/vg_rheinauen/Leben%20in%20der%20VG/Bauen%20&%20Umwelt/Bauleitpl%C3%A4ne%20-%20Offenlage/%C3%84rtzehausV-BP_2017_09.pdf
Und hier können Sie die hanebüchenen Pläne und Begründungen lesen:
https://www.vg-rheinauen.de/vg_rheinauen/Leben%20in%20der%20VG/Bauen%20&%20Umwelt/Bauleitpl%C3%A4ne%20-%20Offenlage/

Am Mittwoch, den 29.11. um 19 Uhr findet eine öffentliche Sitzung des Bau-, Umwelt- und Verkehrsausschusses statt. Tagesordnungspunkt 1 ist der Bebauungsplan „Ärztehaus“.