Stórch go

Am Wochenende machten 12 Störche ein Familientreffen auf dem Altriper Acker. Was man so alles sieht liebe Pokémon-Spieler, wenn man die Augen mal vom Handy weg in die Landschaft richtet 🙂Altrip Adebar

Das Pokémon Go! Fieber scheint auch Altrip erreicht zu haben. Es gibt hier wohl drei Arenen und niedliche Pokémons auf dem Damm und was weiß ich noch wo. Ich habe damit nichts am Hut, aber im Prinzip hab ich nichts gegen die Tierchen, die machen wenigstens keine Haufen auf den Weg und heben nicht das Bein.

Mannheimer wollen Altriper Buslinie bis zur SAP-Arena

Die Umwelt-, Naturschutz- und Verkehrsverbände in Mannheim haben letzte Woche ein Positionspapier zum weiteren Ausbau des ÖPNV in Mannheim vorgelegt. Im »Fahrplan Verkehrswende Mannheim – ÖPNV der Zukunft« veröffentlicht das Umweltforum 10 Thesen und 5 Projekte für einen zukunftsfähigen Nahverkehr in Mannheim. Und als eines der Projekte wird die Buslinie Mannheim – Altrip vorgestellt. Siehe PDF.
Die ganze Broschüre kann man downloaden unter: http://umweltforum-mannheim.de/presse/fahrplan-verkehrswende-mannheim

Im übrigen kann keine Rede davon sein, dass eine Erweiterung der Buslinie 98 und die Integration in den Nahverkehr von Mannheim bereits vom Tisch ist, wie im März in der Rheinpfalz zu lesen war. Da hat wieder nur jemand heiße Luft abgesondert (wir berichteten schon mehrmals), denn in Sachen Nahverkehrsplan ist bisher noch nichts entschieden worden, auch nichts abschlägig. Hoffen wir also weiter, dass Altrip endlich etwas mehr angeschlossen wird an den öffentlichen Nahverkehr der Metropolregion, in deren Herzen unser Dörfchen liegt.

umweltforum_projekt_5_altrip

 

Tirili Tirila ?

Wer Nazi und traurig ist, dass die Nah & Gut Filiale in Altrip das rechtsextremistische Verschwörungsblättchen Compact aus dem Zeitschriftenregal verbannt hat, darf sich jetzt in einer Otterstadter Buchhandlung (?) “Mein Kampf” für 59,00 Euro bestellen. (Allerdings scheint es sich um die kommentierte Ausgabe zu handeln, die beim Haus- und Hofnazi wohl eher nicht so gut ankommt.)
Die Anzeige im Amtsblatt auf Seite 29 gibt Rätsel auf. “Singen mit Kindern aus Flucht + Vertreibung (i.Gr.)” Hört sich nach einem guten Zweck an, aber wer singt da? I.Gr. heißt “in Gründung”, den guten Zweck gibt’s also noch gar nicht. Finanziert werden soll die angekündigte “Integrationsarbeit” aber mit Büchern wie “Mein Kampf”. Interessantes Konzept. Im Idealfall steckt eine Idee à la Wunsiedel dahinter, wo Nazis unfreiwillig Spenden für ein Aussteigerprogramm erliefen. Wer’s glaubt wird vielleicht selig, denn irgendwas hat das seltsame Konstrukt auch mit Kirche zu tun. Bin gespannt auf weitere Erklärungen…

Bürgerplätze in der VG Rheinauen

Werfen wir einen Blick auf die schönen Seiten des Lebens: Auf einem belebten Platz auf einer Bank sitzen, andere Menschen treffen, ein Brunnen plätschert, im Sommer spenden Bäume Schatten … Wie sieht es aus mit Bürgerplätzen, Plätzen für Bürger, in unserer Verbandsgemeinde?

In Waldsee gibt es den Schwanenplatz mit Hammelbrunnen und Bänken, auf die man sich zum plaudern mit einem besonders leckeren Eis setzen kann.
Schwanenplatz_Waldsee_giehlIn Neuhofen können die Bürger auf dem “Partnerschaftsplatz” mit Brunnen und Bänken unter einem Laubengang sitzen und chillen.Neuhofen_Partnerschaftsplatz_Rudolf Stricker
In Otterstadt können die Bürger auf dem Königsplatz am Stickelspitzererbrunnen einen Plausch halten oder die Seele baumeln lassen.
otterstadt_i_GiehlUnd in Altrip können ähm tja die … Autos schön auf dem historischen Platz vor der alten Maxschule (Partnerschaftsplatz?) baden und parken. Schließlich gehört der Platz zum aufwändig sanierten historischen Ensemble von Rathaus und alter Maxschule. Er ist also wie geschaffen für einen Parkplatz – für Bürger, nicht für Autos verdammt! Auf diesen Platz gehören Bänke, ein Brunnen, wieder herrschaftliche Kastanien und zusätzlich ein Bouleplatz oder Barfußpfad oder irgendwas für MENSCHEN. Ganz im Ernst: was für ein Armutszeugnis für unsere Gemeinde, dass wir mitansehen wie der Platz als Autoparkplatz missbraucht wird und zur ölverseuchten Matschepampe verkommt im Ortskern unseres schönen Dorfs.
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© Fotos: Waldsee, Otterstadt: Immanuel Giehl; Neuhofen: Rudolf Stricker; Altrip: ein Opel Astra

Altrip wieder mal erfolgreich abgehängt!

schlangeWie gestern in der Rheinpfalz zu lesen war, wurde Altrip mal wieder erfolgreich abgehängt vom attraktiven ÖPNV-Angebot der Metropolregion, in deren Herzen Altrip liegt. Dem Auto-Bürgermeister zufolge, soll es keine Verbesserung des öffentlichen Nahverkehrs in Richtung Mannheim (SAP-Arena) geben. 1/3 der Altriper Berufspendler und mehr als 50 pendelnde Schülerinnen und Schüler dürfen die nächsten Jahre weiterhin in die Auspuff-Röhre schauen und/oder sich in die Fährschlange einreihen. Und ich sage bewusst “die nächsten Jahre”, genau genommen die nächsten 10 Jahre, denn 2015/2016 wird der Nahverkehrsplan für die nächsten 10 Jahre entwickelt und alles, was in diesem nicht aufgenommen ist, wird es auch nicht geben. Punkt.

Sich zwei Jahre vor dem großen Verkehrs-GAU – dem Hochstraßen-Abriss in Ludwigshafen – hinzustellen und zu sagen, man hätte keinen Bedarf an einem Ausbau des öffentlichen Nahverkehrs, ist gelinde gesagt zynisch und sehr sehr kurzfristig gedacht. Jeder, der eins und eins zusammenzählen kann, der schon mal in der Fährschlange stand als gerade in LU an einer der Brücken gearbeitet wurde, weiß, was in zwei Jahren auf uns zurollt. Ein Brummmeister aber, dessen visionäre Kraft sich einzig auf das Auto zu richten scheint, kommt dann auf so haarsträubende Ideen, wie den Ludwigshafener Brückenverkehr über unseren Damm auf die Fähre leiten zu wollen. Ja vielen Dank auch.

Aber zurück zur Absage des Bürgermeisters Brumm Brumm zum geplanten Ausbau des ÖPNV nach Mannheim über die Fähre: Wer Informationsbedarf hat, dem empfehle ich den Blogartikel zum Thema „geplante Buslinie nach Mannheim“ vom November 2014. Dort habe ich zusammengefasst, was in zwei konstruktiven Sitzungen des (von den Grünen ins Leben gerufenen) Arbeitskreis Verkehr mit Unterstützung von Experten von VRN und rnv analysiert und erarbeitet wurde. Die Analysen haben ergeben, dass

  1. Laut Pendlerstatistik und Auswertung des MIV-Index durchaus ein Bedarf an einem Ausbau der Busverbindung über die Fähre nach Mannheim besteht
  2. es einen sinnvollen Zusammenschluss mit einer Mannheimer Buslinie geben könnte mit vielen Vorteilen.

Da das Altriper Dorfoberhaupt es offenbar nicht kapieren will oder kann, erkläre ich gerne zum 100. Mal, dass man einen Bedarf nicht daran messen kann, ob ein schlechtes, unzureichendes und unzuverlässiges Angebot genutzt wird oder nicht. Der Bedarf für die Einrichtung einer ÖPNV-Linie wird anhand der Pendlerstatistik und dem MIV-Index (Motorisierter Individual Verkehr) ermittelt. Und der Bedarf für einen Ausbau des ÖPNV von Altrip Richtung Mannheim ist ganz OBJEKTIV gegeben.

Im übrigen, entstünde auch kein „Parallelverkehr“, wie es im Artikel heißt, wenn man einen größeren Bus nach Mannheim einsetzen würde, denn der größere Bus würde die nicht barrierefreien Taxis ERSETZEN. Unser geschätztes Taxiunternehmen würde dennoch genug Aufträge haben, da parallel zum größeren Bus auch verschiedene Ruftaxiverkehre eingerichtet werden sollten.

Die Pläne waren alle wohlüberlegt, ausgewogen und konstruktiv, aber scheißegal, sie werden einfach ignoriert. Der Brummmeister ignoriert nicht nur die Ergebnisse des Arbeitskreis Verkehr, sondern schlimmer noch er ignoriert einen einstimmigen Gemeinderatsbeschluss, der ihn u.a. auffordert sich für die Pläne eines größeren Fährbusses nach Mannheim einzusetzen und über den Fortgang der Verhandlungen dem Gemeinderat zu berichten. Beides hat er m.E. nicht getan. Aber darum müssen sich die entsprechenden Gremien und vor allem der Gemeinderat kümmern.

Aber das ganze hat auch ein Gutes: ich habe was kapiert. Hier in Altrip braucht man mit Vernunft, sachlicher Analyse und Expertenrunden hinter verschlossener Tür nicht ankommen. Wir Bürger müssen lautstark sagen: WIR WOLLEN ANSCHLUSS. AN DIE ZUKUNFT.
Sonst bewegt sich nichts.