Schlechte Laune 3.0

Da fährt man in Barcelona morgens früh mit dem Bus zum Flughafen. Steigt in den Flieger nach Frankfurt, nimmt dort den Zug und fährt nach Mannheim. In Mannheim setzt man sich in die Straßenbahn 1 und möchte an der Friedrichstraße die Linie 98 nehmen, um nach Altrip zu fahren und steht dann fassungslos vor dem Fahrplan und stellt fest, dass die Linie 98 zwischen 10.10 Uhr und 13.35 Uhr einfach mal ganz gepflegt Pause macht. Hallo? Geht nicht mal ein stündlicher Takt? Willkommen daheim!

Prima Klima(schutzaktion) am Samstag 21.10.17

Am Samstag, 21.10., 11 bis 12 Uhr gibt es vor Block 9 des GKM (am Fähranleger Mannheimer Seite) eine Protestaktion „Klima retten – Kohle stoppen“, zu der der BUND eingeladen hat. Aus Anlass der 23. Weltklimakonferenz, die am 6.-17.11. auf den Fidschi-Inseln stattfindet (und vielleicht auch als kleiner Merkzettel für die Koalitionsverhandlungen in D), soll mit der Protestaktion dem notwendigen Ausstieg aus der Kohle-Verbrennung Nachdruck verliehen werden. Neben Treibhausgasen werden bei der Kohleverstromung auch jede Menge Gifte in die Luft geblasen. Nein, das ist nicht alles Wasserdampf.
Das GKM ist bspw., was den Quecksilberausstoß von Steinkohlekraftwerken betrifft, deutschlandweit auf den vordersten Rängen mit dabei. Und das ohne Not, da man diesen Ausstoß mit relativ wenig Aufwand deutlich reduzieren könnte. Ach egal, wen interessieren die Krebskranken von morgen?

 

 

Die Sorgen des kleinen Mannes

Unser DVU-Gemeinderat schreibt ja auf seiner Webseite und seinerzeit auf seiner Wahlwerbung, er kenne die „Sorgen des kleinen Mannes“. Ich habe mich immer gefragt, welche Sorgen das wohl sind? Sind es vielleicht die Sorgen, dass der kleine Mann, weil er den Hitlergruß bei der Arbeit für eine angemessene Abschiedsgeste hält, gemeinerweise gefeuert wird, dass im Mai ein großer Artikel mit Fotos und vollem Namen in der Bildzeitung über ihn steht als hätte er was Übles angestellt (war doch nur üblicher Rassismus), dass er nun auch aus dem Gemeinderat ausgeschlossen werden soll wie heute in der Rheinpfalz zu lesen ist, dass er blöderweise nur beinahe Schöffe wurde (da hätte er mal Rechts und Ordnung walten lassen können)?
Sind sie das … die Sorgen des kleinen Mannes? Ja Mensch, die wollte ich auch nicht haben.

Rheinpfalz heute: http://www.rheinpfalz.de/lokal/aus-dem-suedwesten/artikel/mutmasslicher-hitlergruss-buergermeister-will-ex-rnv-mitarbeiter-aus-rat-ausschliessen/?utm_source=mailshare&utm_medium=RHP-Web (heute kostenlos)
Bildzeitung im Mai 2017: http://www.bild.de/bild-plus/news/inland/neofaschismus/mit-hitlergruss-in-den-feierabend-51908602,view=conversionToLogin.bild.html (kostenpflichtig, aber mit schönen Bildern)

MITEINANDER feiern in Altrip

An diesem Wochenende findet das 1. interkulturelle Fest MITEINANDER in Altrip statt. Im und rund ums Alta Ripa wird ein tolles Programm geboten. Ich weiß, es ist viel los an diesem Wochenende in Altrip, man könnte sich grad vierteilen. Aber bringt am Samstag Mittag eure Kinder vorbei 🙂 Am Samstag gibt es auch ab 15 Uhr Kaffee und Kuchen, das steht nicht im Flyer und noch eine Mal- und Bastelaktion für die Kids. Das restliche Programm ist hier nachzulesen. See ya!

 

Fahne auf Halbmast vor dem Altriper Rathaus

In der RHEINPFALZ steht ein großer Artikel über die Ablehnung des Altriper Gemeinderates, die Schulsozialarbeit in Altrip aufzustocken. Schule und Eltern, GRÜNE und CDU halten es für sinnvoll, aber SPD und FWG nicht. Im folgenden ein Kommentar von DIE KINDERLOBBY, den ich prominenter hier platzieren möchte, da ich es genauso sehe.

DIE KINDERLOBBY schrieb:
Die Fahne vor dem Altriper Rathaus hängt auf Halbmast. Ob das in einem Zusammenhang mit der Abstimmung des Gemeinderates über eine Schulsozialarbeiterstelle steht? Die Diplom-Sozialarbeiterin, die eine 40% Stelle innehat, macht gute Arbeit – von Seiten der Schulleitung, der Lehrkräfte und des Schulelternbeirats wurde dies bestätigt und eine Aufstockung für erforderlich gehalten. Ein entsprechender Antrag für eine Erhöhung auf 100% wurde im Gemeinderat gestellt – und ist letztendlich am Abstimmungsverhalten auch der SOZIALdemokraten gescheitert, die nicht einmal zu einer Kompromisslösung, d.h. zu einer Aufstockung auf 70%, bereit waren. Sitzen da nicht Lehrer, Psychologen und sogar junge Menschen als SOZIALdemokraten im Gemeinderat? Wer, wenn nicht sie, sollte die Nöte und Sorgen von Kindern verstehen? Ein Tiefbetroffener soll die Sitzung mit den Worten: „Eine Schande für den Rat“ verlassen haben. Ist diese jetzt durch eine Fahne auf Halbmast abgegolten?

Altrip 1973

 

 

 

 

 

 

Wow! Damals ging noch was in Altrip 🙂 Dieses Plakat hing 30.000* mal aus.
Welcher Zeitzeuge, Google-Spezialist, Schlauberger, Kult(ur)-Interessierte weiß, warum dieses legendäre Rock-Festival damals kurzfristig abgesagt wurde?
So viel sei verraten: die heute gängigen Gründe (zu laut für die Anwohner, nicht genug Ehrenamtliche, wolle mer net, brauche mer net etc.) waren es nicht.
* davon 5 in Altrip

Radfahrer und Fußgänger in die Schranken verwiesen

Gastbeitrag von Carla Draist (den ich uneingeschränkt teile):
Seit geraumer Zeit werden Fußgänger und Fahrradfahrer an der Altriper Fähre in die Schranken verwiesen. Während sich eine Schranke für die Autofahrer stets als erstes öffnet, müssen sich Fußgänger und Zweiradfahrer an der für sie geschlossenen Schranke bei schlechter Luft in Geduld üben. Sicher ist es sinnvoll, den Verkehr so zu regulieren, dass nicht alle auf einmal von der Fähre stürmen. Aber – warum nicht anders herum? Die Autofahrer warten, bis die umweltfreundlichen Verkehrsteilnehmer sicher die Fähre verlassen. Während sogar die Bundespolitik über Fahrradschnellwege für Pendler nachdenkt und auf der anderen Rheinseite ein Fahrradkongress stattfindet, verharrt man in Altrip auf der Devise „Cars first“.  Radfahrer dürfen nun jedes Mal ein Feinstaub- und Abgasbad nehmen, während zu Stoßzeiten bis zu 21 Automotoren gleichzeitig laufen. Das Gute an dieser Regelung: Radfahrer und Fußgänger werden die Folgen dieser desatrösen Klima-, Umwelt und Gesundheitspolitik, wegen ihrer sich nun verkürzenden Lebenserwartung, nicht so lange ertragen müssen wie die bevorzugten Autofahrer.