Schimpfen wie ein Rinnenspatz

Ganz früh morgens, wenn die Sonne aufgegangen ist, kommt er zur Arbeit geflogen, setzt sich auf seinen Platz und legt dann los. Sehr eifrig, kompromisslos, ohne Pause zieht er es durch. Gnadenlos.

Seit ca. 5 Wochen sitzt er von Sonnenaufgang bis zur Dämmerung in der Regenrinne.
5 Meter von meinem Bürofenster entfernt.
Und nein –
er PFEIFT nichts von den Dächern. Er SCHREIT. Stakkato.
tschiiiillllp tschiiiiiillllp tschiiiiiillllp gaaaaanz laaaaaaut, oooooohne Uuuuuuuuunterlass.

Was schreit er?
Sucht er eine Frau?
„Meine Damen hallooo? Alle mal hergehört. Hier fescher Spatz im besten Alter, hübsch anzusehen mit kräftiger Stimme. Noch ledig und zu haben! Meine Damen hallooo? Alle mal hergehört. Hier fescher Spatz im besten Alter, hübsch anzusehen mit kräftiger Stimme. Noch ledig und zu haben! Meine Damen hallooo? Alle mal hergehört. Hier fescher Spatz im besten Alter, hübsch anzusehen mit kräftiger Stimme. Noch ledig und zu haben! …“
Oder
Ist er die Flugsicherung und lenkt den Flug- und Landeverkehr in unserem und den umliegenden Gärten?
Ist er KIndergärtner und schreit tagaus, tagein den jungen Spatzen zu, was sie zu tun und zu unterlassen haben?
Ist er Sänger einer Heavy Metal a capella Band?
Ist er auf dem Gelände von Schrotty Wetzel aufgewachsen und glaubt, er sei die Schrottpresse?
Ist er dressiert und man will mich zermürben, damit ich meinerseits endlich mal den Mund halte?
Ist er eine Art Verkäufer, Nachrichtensprecher, Gehörgangbohrer?
Oder hat er einfach nur ein Spatzenhirn?

Ich weiß es nicht.

Aus gegebenem Anlass hier ein paar Redewendungen:
Die Spatzen pfeifen es von den Dächern
Ein Spatzengehirn haben
Lieber den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach
Mit Kanonen auf Spatzen schiessen
schimpfen wie ein Rohrspatz
Spatzenhirn

Veranstaltung zum ÖPNV in Altrip am Mittwoch

Am Mittwoch, 6. Juni um 19.30 Uhr findet im Alta Ripa eine Veranstaltung der Altriper Grünen zu den Themen

  • Öffentlicher Nahverkehr in Altrip
  • neuer Nahverkehrsplan des Rhein-Pfalz-Kreises und
  • Hochstraßenabriss in LU statt.

U.a. wird der Arbeitskreis Verkehr über diese Themen informieren. Geplant ist auch ein öffentliches Gespräch mit den Nutzern des ÖPNVs und solchen, die es werden wollen oder müssen (->Hochstraßenabriss) Altrip liegt im Herzen der Metropolregion – dieses Herz braucht einen Herzschrittmacher.

ÖPNV ist Zukunft = Mobilität für alle = Lebensqualität für Mensch und Natur.
Sorry musste gerade mal etwas pathetisch werden. Aber es geht mir auf den Zeiger, dass man sich in Altrip scheinbar damit abgefunden hat, in einem langanhaltenden „Verkehrsschatten“ zu leben.

https://gruene-altrip.de/wo-du-uns-findest/

R.I.P. Kastanie(n) :-/

Gestern wurde im Schnellverfahren eine der 3 alten Kastanien am Partnerschaftsplatz gefällt. Ein Baumgutachten kam zum Schluss, dass die Kastanie erheblich bruchgefährdet sei. So weit so traurig. Nun geht im Dorf rum, dass die Kastanie wegen der geplanten Neugestaltung des Platzes vor der Maxschule gefällt wurde. In der Rheinpfalz wurde dieser Zusammenhang leider auch suggeriert. Vielmehr handelt es sich aber um einen Mord auf Raten. Nicht die Umgestaltung des Platzes ist Schuld daran, dass die 120-150 Jahre alte Kastanie gefällt werden musste. Die Ursache für die Schwächung der Bäume liegt vielmehr im Umfeld begründet: die vor Jahren durchgeführte Versiegelung im Gehwegbereich und vor allem die hohe Belastung durch die Nutzung des Platzes als Parkplatz ohne dass hierfür entsprechende Maßnahmen (für Boden und Bäume) ergriffen worden wären machen den Kastanien schleichend den Garaus. Der Platz war nicht als Parkplatz vorgesehen und der Bodenbelag war nicht für diese Belastung ausgelegt, man hat auch keine Abstandshalter zu den Kastanien installiert. Die Autos parken direkt davor und das tut den Flachwurzlern gar nicht gut. Mich wundert es jedenfalls, dass Markus Müller von der Rheinpfalz diese Umstände mit keiner Silbe erwähnt, stattdessen alle auf die falsche Fährte lockt. Aber das kennen wir ja schon … Was die zwei verbliebenen Bäume betrifft, deren „Röntgenbild“ nicht so übel aussieht, möge man sich etwas mehr Mühe geben und sie nicht in vorauseilendem Gehorsam auch fällen. Meines Erachtens wäre zu prüfen, welche baumerhaltenden Maßnahmen im Zusammenhang mit der Platzumgestaltung ergriffen werden können. Denn so ist das ein äußerst unglücklicher Startschuss für den neuen Bürgerplatz.

Nachtrag 7.6.: Das meine ich!

Straßenbahnanschluss für Neuhofen – silbernes Warteweilche für Altrip

Heute stand in der Rheinpfalz zu lesen, dass der Rhein-Pfalz-Kreis gerne u.a. Neuhofen an das Straßenbahnnetz anschließen möchte. [Tuuuusch. Applaus.]
Zunächst soll eine Machbarkeitsstudie erstellt werden.
Die Verkehrswende schickt ihre Boten voraus. Nach Waldsee sind sie [die Boten] auch schon geritten. Dort hat man seit letztem Jahr einen halbstündigen Takt beim Bus.

Ja und reiten sie auch nach Altrip? Was dürfen die Altriper denn z.B. vom neuen Nahverkehrsplan erwarten? Isch sags Ihne gonz ehrlisch: e goldenes Nixel un e silbernes Warteweilche. Überall tut sich was inbezug auf den Nahverkehr, nur nicht bei uns. Alles bleibt beim Alten. Zukunft sieht anders aus.

Öffentlicher Nahverkehr in Altrip. Source: pixabay.com

Fahrscheinverkaufsstelle 2.0

Seit ca. 2 Wochen kann man in Altrip wieder Fahrscheine für den ÖPNV kaufen bei

Toto Lotto Kelemen
Rupprechtstraße 1
67122 Altrip
Mo: 08.30 – 12.30 Uhr
Di – Fr: 08.30 – 12:30 und 14.30 – 18.00 Uhr
Sa: 08.30-14.00 Uhr

Das ist gut so. Mehrfahrtenkarten, Wochen- Monats-, sonstige Zeitkarten gibt es dort – Fahrkarten für das ganze VRN-Verbundgebiet.

Heiligt der Zweck die Mittel?

Mich beschäftigt, warum sich die Diskussion über den Standort für das Ärztehaus so sehr zugespitzt hat auf „Ärzte oder Käfer“. Die Parteien hören einander gar nicht zu. Dass ein solcher Zeitdruck besteht – wie auch immer dieser entstanden ist – macht die Auseinandersetzung nicht freundlicher.
Ich glaube, dass es den Gemeinderäten wirklich darum geht, die ärztliche Versorgung zu sichern. Das ist das oberste Ziel. Und das ist im übrigen ein gemeinsames Ziel, denn das ist auch der Dorfinitiative wichtig.

An dieser Stelle ist man sich noch einig.

Getrennt ist man bei dem Weg dahin. Wie erreicht man dieses Ziel, welche Mittel wählt man oder nimmt man in Kauf, um das Ziel zu erreichen?
Gewählt wurden von der Verwaltung und dem Rat
1. keine Beteiligung der Öffentlichkeit im Vorfeld
2. ein beschleunigtes Bauverfahren ohne Umweltverträglichkeitsprüfung

Das sind frühzeitige Weichenstellungen, den Weg betreffend, die die Dorfentwicklungsinitiative kritisiert.

Warum sehen die Initiativler nicht das hehre Ziel und die Dringlichkeit?

Sie sehen es und entscheiden sich trotzdem dafür, den gewählten Weg zu hinterfragen. Sie haben zwar dasselbe Ziel, möchten aber, dass an bestimmten Stationen auf dem Weg dahin Halt gemacht wird und ein paar Aufgaben gelöst werden.
Ja, das kostet Zeit. Diese Zeit hätte man gehabt, da die aktuelle Planung bereits 2015 vorlag. Da man aber an den Stationen vorbeirannte (oder auch gemächlich schlenderte ohne anzuhalten), musste und muss man nun in ein paar Belangen noch mal ein paar Schritte zurück, um geforderte Aufgaben zu lösen, die man sich sparen wollte.
Das sind
1. Bürgerbeteiligung (die hat man nun in Form von Protest, die Bürger hätte man 2015 in einem geordneten offenen Verfahren einbinden können)
2. Bebauungsplan (die Kreisverwaltung forderte einen solchen, ursprünglich wollte man sogar ohne bauen)
3. Artenschutz (die Kreisverwaltung hat ein Artenschutzgutachten gefordert, auch an dieser Station wollte man eigtl. gar nicht anhalten)

Dass die Initiative (die Landespflege im übrigen auch) das im Dezember erstellte Artenschutzgutachten unzureichend fand, ist erst mal kein Verbrechen. Das ist ein ganz normaler Vorgang, der in der Regel nicht den Untergang des Abendlandes zur Folge hat. Wenn sich daraus Zeitverzögerungen ergeben, sind es solche, die man hätte vermeiden können, wenn man sich frühzeitig dem Artenschutz gestellt hätte. Dieser ist nun mal im Bundesnaturschutzgesetz geregelt und somit geltendes und einklagbares Recht.

Bis heute Abend 19 Uhr wäre eigentlich noch alles offen. Man könnte sich sogar noch, ohne bereits Tatsachen geschaffen zu haben, zurückbesinnen auf den ursprünglich favorisierten Standort HL-Markt. Denn dieser hat einen neuen Besitzer und der Standort (sonst hätte die Verwaltung den Standort ja nicht ursprünglich favorisiert) hätte gegenüber dem Standort Alter Friedhof eine Menge Vorteile.

Könnte. Hätte. Fahrradkette…

Stellen die Eichen die Weichen?

Morgen entscheidet der Gemeinderat über den Bebauungsplan des sog. Ärztehauses auf dem Alten Friedhof. Die Dorfentwicklungsinitiative hat ein Gutachten inbezug auf das Habitatpotential der beiden Eichen und ihrem Umfeld in Auftrag gegeben. Dieses Gutachten ist im Gegensatz zu dem von der Verwaltung beauftragten Gutachten öffentlich. Bitteschön. Auch in einem Dorf gilt das Bundesnaturschutzgesetz. Damit hätte man sich ja in den letzten zwei Jahren schon mal befassen können.

Fts. sogenanntes Ärztehaus 3.0

Über 100 Jahre alte Eiche auf dem Alten Friedhof – bald gefällt?

Am Wochenende wurde von der Dorfentwicklungsinitiative per Flyer über das sogenannte Ärztehaus informiert. Die Gruppe wendet sich mitnichten gegen ein Ärztehaus, sie ist nur gegen den Standort auf dem Alten Friedhof.

Dorfinitiative_Altrip_FlugblattWeb

Morgen findet die Einwohnerversammlung statt. Für das sog. Ärztehaus kommt diese leider mindestens zwei Jahre zu spät. Denn bereits 2015 hat man das öffentliche Grundstück in einer nicht-öffentlichen Sitzung zum Verkauf freigegeben und mit der Planung begonnen. Hätte man gleich damals die Planung öffentlich gemacht, die Bürger eingebunden und ein Umweltverträglichkeitsgutachten erstellt wie es sich für solch ein Grundstück gehört, dann würden sich die Bürger jetzt nicht so verarscht vorkommen. Dass man nun im Schnellverfahren Tatsachen schaffen will und nach dem zu erwartenden Satzungsbeschluss am 7.2. sofort mit den Baumfällungen loslegen will, bevor ein genehmigter Bauplan vorliegt, zeigt einmal mehr wie selbstgerecht und ignorant hier mit einer öffentlichen Grünfläche, die uns immerhin (noch) ALLEN gehört, umgegangen wird. Ich kann nur hoffen, dass unsere gewählten Bürgervertreter, die Gemeinderäte, dieser Übersprungshandlung nicht zustimmen. Ich finde es gelinde gesagt nicht in Ordnung, ohne Bauplan schon mal gleich alle Bäume zu fällen, von denen man vielleicht mit ein wenig Umplanung die meisten stehen lassen könnte, was einem Ärztehaus gut zu Gesicht stünde. Noch besser stünde einem Ärztehaus ein zentraler Standort in der Gemeinde zu Gesicht. Im Flugblatt der Dorfentwicklungsinitiative werden zwei Standorte genannt, die wesentlich besser passen: HL-Markt und das sanierungsbedürftige Reginozentrum, das komplett neu aufgebaut werden soll/muss/kann.

 

Einwohnerversammlung

Am 30.01.2018 findet, leider zwei Jahre zu spät, eine Einwohnerversammlung in Altrip statt. Im Dezember angekündigt als Bürgerversammlung zum sog. Ärztehaus auf dem Alten Friedhof, ist die nun einberufene  Einwohnerversammlung dermaßen vollgestopft mit Tagesordnungspunkten, dass zu den einzelnen Themen wohl kaum ausreichend Zeit für eine Diskussion bleibt. Chapeau Herr Bürgermeister!